Meine Triathlon Premiere
...hatte ich mir anders vorgestellt. Ich sah mich immer an einem herrlich schönen, warmen Frühsommertag am Start in Erding. Dass es trotzdem "schön" wurde, lag nicht am Wetter.
Die Temperaturen waren nicht nach meinem Geschmack. Mit meinen Triafreunden Andy, Christian, Mimmo und Tom stand ich nun im Neopren der schon im Freien mehr als angebracht war, bereit zum Sprung in den 16°C kalten Krontaler Weiher. Ich war mächtig aufgeregt und gleichzeitig konzentriert. Dass ich mein Handtuch für die Wechselzone in der "Warmkleidertasche" abgegeben hatte, wird mir als Rookie hoffentlich verziehen. Das Startnummernband hatte ich ja durch Zufall wieder in meiner Jackentasche (obwohl es im Schuhbeutel sein sollte) noch rechtzeitig gefunden, gerade als ich in Panik geraten wollte.
Endlich "Start frei". Mein ruhiger, gleichmäßiger, kräftiger Schwimmstil aus dem Bad wich einem hektischen Kraulen in ungewohnter 2er Atmung mit schlechter Sicht durch zunehmendes Beschlagen der Brille. Während der ersten Orientierung bei Boje Nr.1 dachte ich kurz ich habe mich verschwommen. Um mich herum waren lauter weiße Badekappen der Startgruppe die 3 min vor mir ins Wasser ging. Ich wurde ruhiger, nahm etwas raus, fand mein Tempo. Nochmals im Kopf den Wechsel durchgehen. Was anziehen? Radtrikots, Wind.- und Regenjacke lagen für alle Wünsche regendicht in einer Plastiktüte am Bike. Ich entschied mich das nasse Tria Top anzubehalten, Armlinge an und Regenjacke drüber. Ich entscheid mich wieder um. Armlinge gingen zu schlecht über die nasse Arme. Armlinge wieder in die Plastiktüte. Regenjacke drüber, dass muß reichen. Es regnete stark. Nach 5 km auf'm Rad war die Regenjacke durch, Schuhe, Socken, einfach alles tropf nass. Egal. Radfahren ist meine Lieblingsdisziplin. Hier habe ich Erfahrung, Rennen bestritten, da bin ich schnell. (es sei vorweg genommen, dass ich über meine Radfahrleistung am Ende etwas enttäuscht war, da wäre mehr drin gewesen. Gratulation an Christian, der mir da 8 sec. abnahm, was mich ganz schön fuxt).
Der zweite Wechsel lief ganz gut, langsam wurde der Regen weniger. Regenjacke aus, Windweste an. Ich habe mir sogar ein paar trockene Socken zum Laufen gegönnt. Ein bisschen Luxus muss sein! Den Gang vom Rad zum Ende der Wechselzone über's Gras gejoggt, locker in ein paar Pfützen getreten. Ende des Luxus mit den trockenen Socken nach 50 Metern. Nach Erding rein hatte ich schon schwere Beine. "Oje, das wird was werden" dachte ich mir. Ich muss wohl etwas Tempo rausnehmen, sonst gehe ich ins Ziel auf allen vieren. Laufen! Da muss ich wohl noch ein wenig üben.
Am Ende taten mir die Knochen mehr weh, als dass ich erschöpft war. Trotzdem, überglücklich erreichte ich nach 2:42:26 das Ziel meines ersten Triathlons. -To be continued- SOON!
(swim 25:14, W1 4:29, bike 1:18:23, W2 3:10, run 51:10)
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