Apulien - ein Triathlon Trainings Traum in Farbe
Mallorca, Lanzarote und wie sie sonst heißen, die Hochburgen des Triathlontourismus. Wir, die Triafreun.de Sendling (Andi, Christian, Frank, Mimo und ich - es fehlte Tom, der gerade aus Mallorca kam) haben mal etwas anderes probiert - Apulien Anfang Mai. Keine zwei Flugstunden von München entfernt liegt dieses unentdeckte Kleinod des Triathlon-Rennrad-Trainings. Mimo hat uns darauf gebracht, schliesslich ist er hier geboren und aufgewachsen und seine Familie lebt hier.
Mit TUIfly geht es direkt von München nach Bari in Apulien. Früh gebucht zahle ich für meinen Hin- und Rückflug inkl. Steuern etc. 95 Euro. Das Fahrrad als Sondergepäck kostet pro Strecke 25 Euro.
Bari verlassen wir schnell, zuviel Großstadt, Industrie, Verkehr für Triathleten. Unser Terrain für die kommenden Tage wird das Gebiet um Monopoli sein.
Nun haben wir das ganz große Los gezogen und Mimos Mama und Familie sorgen für uns und laden uns allabendlich zu den wunderbarsten heimischen Gerichten ein. Oliven aus eigenem Anbau, FRISCHER Mozarella, Pasta in Variationen (nur nix was in Deutschland auf einer Speisekarte beim Italiener stünde), Garnelen, Fisch, Olivenöl, hausgemachter Wein, hausgemachter Limoncello und so weiter und so fort. Heimische Produkte dominieren, Importware Fehlanzeige, warum auch, wenn man das Beste vor der Haustür hat. Mc. Donald's hat in Apulien keine Chance, zu sehr sind die Menschen hier gutem Essen verbunden.
Wir wohnen in einem Haus, das Mimos Familie gehört und während der Saison auch frei mietbar ist. Das Appartment liegt auf einem Hügel und hat eine wunderbare Sonnenterrasse. Es nimmt uns 5 bequem auf und lässt noch Platz für gemeinsames Essen, Sitzen und Auslauf.
Nachdem wir die Räder zusammengesetzt haben, geht es auf die erste Etappe. Es geht durch wunderbare Natur in einem welligen Auf und Ab Richtung Süden und Berge. Die Natur wechselt ständig. Kaum haben wir ein gewisse Höhe erreicht, tut sich auch schon der Weitblick inklusive Meerblick auf. Dieser Blick begleitet uns in den Bergen immer wieder. Es geht durch kleine Dörfer und irgendwann müssen wir einfach an einer der vielen kleinen Bars halten und einen Espresso trinken. Das machen die Menschen hier locker zehnmal am Tag. Espresso und Parlare.
Nach ca. 80 km bergiger Tour beschließen wir runter ans Meer zu fahren. Die Abfahrt ist der Traum, 1 a Belag, kurvig und fast kein Auto. Unten angekommen treffen wir auf einen guten alten Bekannten, den Wind. Dieser bläst uns auf der autoarmen Strecke von Torre Canne nach Monopoli entgegen und macht aus unserer 1. Tagesetappe eine vollwertige Trainingseinheit. Nach 110 km wunderbarster Radtour landen wir wieder in der Toreinfahrt unseres Appartments. Auf uns wartet ein phantastisches dreistündiges Abendessen.
Jetzt sind wir in Apulien auch mental angekommen.
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