Was kann man von einem Event erwarten, welches seit Jahren als "Best old Race" tituliert wird? Alles! Man bemerkt schnell, dass sich die Region mit den Menschen auf dieses Event eingestellt haben und sich so richtig darauf freuen. Z.B. bei der Massage, dort kneten an die 100 freiwilligen Helfer, die sich eigens für den Rother Triahtlon zur Sportmassage haben schulen lassen.. Was soll man dazu sagen?
Bei so einem Klassiker wagt man sich natürlich kaum von Schwierigkeiten - bestenfalls von Besonderheiten zu schreiben. Wenn man das erste Mal in Roth aufschlägt, fragt man sich schon, ob die Stadt wirklich auf den Ansturm an Triathleten vorbereitet ist. Parkplatzsuche, recht komplizierte Suche nach dem Zelt für die Unterlagen (quer durch die Tria-Messe, die Kaffee-trinkenden Helfer einfach bei ihrer Pause stören) - alles für Wiederholungstäter keine Schwierigkeit mehr, Roth-Rookies sollten aber etwas mehr Zeit mitbringen.
Roth ist eine tolle Veranstaltung, keine Frage. Sooo überschwänglich, wie immer berichtet wird, kann ich allerdings nicht ganz nachvollziehen. Im Vergleich zum Ironman Frankfurt sehe ich schon diverse organisatorische Schwächen (z.B. 1 Std. Wartezeit beim Abholen der Startunterlagen, deutlich weniger Helfer, Wettkampfbesprechung erst nach Radabgabe, deutlich unübersichtlicher und unorganiserter nach Zieleinlauf). Auch die Zuschauermassen, von denen so euphorisch berichtet wird, sind sicherlich weniger als in Frankfurt und konzentrieren sich vor allem auf weniger Punkte.
In Roth habe ich meine erste Langdistanz absolviert und bin immer noch überrascht, wie lässig und hochprofessionell zugleich die ganze Veranstaltung über die Bühne gegangen ist. Man bemerke, dass der Veranstalter sich wirklich alle Mühe gibt - so hat er mit den Kampfrichtern abgestimmt, dass es zum ersten mal in roth erlaubt sein sollte, für das Laufen MP3 Player zu erlauben.
Der deutsche Langdistanz-Klassiker im fränkischen Roth. Das Rennen hat trotz seiner vielen Starter eine Atmosphäre, die man als familär bezeichnen kann. Es sind sehr viele internationale Stars und auch Agegrouper am Start. Die Organisatoren wirken sympathisch und die Helfer und Supporter sind nicht zu toppen. Roth ist Kult.
Roth 2008 war mein erster Ironman, daher kann ich das Rennen nur mit weitaus kleineren vergleichen.
Ich habe die Organisation als perfekt empfunden. Die Verpflegung war meiner Meinung nach, mehr als ausreichend, allein die Sponsor-Produkte schmecken mir nicht so gut, wie die des Marktführers. Auch der Service und das Angebot an Essen im Ziel war sehr gut.