Triathlon Magazin: Kraft- und Athletiktraining

Functional Training für Triathleten

Typisch für die Triathleten, wie auch bei den klassischen Ausdauersportlern, ist die funktionelle Rumpfschwäche. Dies kann man meist deutlich schon beim Split Squad (Kniebeuge in Ausfallschrittstellung) an einer übernäßigen Beckenbewegung erkennen. So muss nicht nur die spezielle Kraft fürs Schwimmen, Radfahren und Laufen in den Armen und Beinen trainiert werden. Mit einem stabilen Rumpf wird nicht nur die Leistungsfähigkeit erhöht, sondern auch der Gefahr von Dysbalancen und Verletzungen vorgebeugt.

Dabei ist schon mit relativ kleinem Aufwand ein anhaltender positiver Effekt zu spüren. Es geht ja nicht nur um Kraft und Ausdauer, sondern vor allem um Stabilität und Flexibilität des gesamten Körpers. Das Functional Training ist das Trainingskonzept der Zukunft, welches in den USA bereits ein integraler Bestandteil der Sportlerausbildung ist.

Das Functional Training, eine aus der Physiotherapie stammende Methode, sie setzt sich mehr und mehr auch in Deutschland und Europa erfolgreich durch. So bereitete sich die deutsche Nationalelf 2006 damit auf die Fußball-WM vor. Mit freien Bewegungen und einfachen Hilfsmitteln wie Gymnastik-Matte oder Medizinball werden ganze Muskelgruppen trainiert - und nicht nur einzelne Muskeln wie an den Kraftgeräten im Fitnessstudio. Jede Übung verbessert zugleich die Stabilität und Beweglichkeit des Rumpfes, das Kraftzentrums, von dem alle Bewegungen ausgehen, sowie die Koordination, Reaktionszeit und das Gleichgewicht des Triathleten. Typische Bewegungsmuster werden perfektioniert und Schwächen gezielt behoben, wodurch auch Verletzungen vorgebeugt wird.

Aktuelle Buchempfehlungen zum Thema Kraft, Ausdauer und Functional Training lohnen sich also für die kommende Triathlon Saison 2011 und jetzt damit angefangen, zieht man schon im Sommer an den unwissenden Konkurrenten vorbei.

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