Triathlon Magazin: Leistungsmesser und Radcomputer

Der Radcomputer wird smart - Live-Tracking, GPS-Daten und Wetter-Informationen

Der Radcomputer wird immer smarter, dieser Trend zieht sich wie ein roter Faden auf der Eurobike 2014 durch die Anbieter von Displays für Rad und Radcomputern. Zeit, Geschwindigkeit und Herzfrequenz anzuzeigen war gestern, heute geht es vielmehr darum Apps für Triathleten auf den Vorderlenker zu bringen. Eine Reihe von Herstellern zeigten die neuen Möglichkeiten Smartphonedaten auf den Radcomputer zu bringen, stellten Radcomputer mit Routenplanungsfunktionen vor und deuteten  auf die Netzwerk-Funktionen hin ....

Für Freizeitsportler, die nicht nur ihre Leistungsdaten im Blick haben, sondern auch gerne in unbekannten Regionen während der Tour die passenden Trainingsstrecken finden wollen, bietet sich Pantera an. Das bereits 2013 mit dem EUROBIKE AWARD ausgezeichnete Fahrrad-Navigationssystem vereint Trainings- und Navigationsfeatures in schlankem Design. Die für den Winter angekündigte neue Software konnte bereits zeigen, wie sich die neuen Funktion „Meine Trainingszonen“ individuell an die Leistungsbereiche für den Athleten angepasst werden konnten. Werden die gewünschten Trainingsbereiche über- oder unterschritten, kann der Athlet gewarnt werden.  Die Routenplanungssoftware zeigte ihr umfangreiches Kartenmaterial, womit sich auf dem Gerät ohne extra einen Computer anzuschliessen, die gewünschte Route mit Umfang und Eigenschaft planen lässt. Für eine bessere Steuerung des Trainings lassen sich jetzt auch ANT+ basierte Leistungsmesser von den Firmen SRM, power2max und CycleOps (PowerTap) anbinden. Aufgezeichnet werden die Daten im quasi-Standard .gpx Format, damit können die ouren auf die bekannten Trainingstagebücher verwendet werden. 

3T stellt auf der Eurobike den kleinen smarten Radmonitor 3T Eye vor. Die Betonung liegt auf Monitor, denn das Gerät empfängt lediglich Daten vom Smartphone oder Powermeter und stellt diese dar. Dabei ist das besonders kleine Format des Monitors charmant, welcher somit aerodynamisch am Lenker montiert werden kann und gewichtsmässig keine Rolle spielt. Die Konnektivität ist über Bluetooth 3+, also ab Apple iPhone 4s gegeben. Die Applikation war als Prototyp zu sehen und wird ab dem Winter im App-Store erhältlich sein. Spannend für Triathleten dürfte die Übertragung und Darstellung der Wattdaten sein, wenn diese nicht extra aufgezeichnet werden sollen.

Der Hersteller Garmin stellt mit seinem Garmin Edge 1000 einen smarten Radcomputer und Navigationsspezialisten vor. Das hochauflösende Display wird im Hoch und Querformat bedienbar sein. Mit der Funktion RoundTrip Routing werden auf dem Gerät bis zu 3 Routenvorschläge berechnet und dem Athleten vorgeschlagen. Der Radcomputer arbeitet mit den gängigen ANT+ Powermetern zusammen, bietet mit dem vom Hersteller angebotenen Garmin Vector einige besondere Funktionen zur Leistungsanalyse. So kann auf dem Display direkt die Links-/Rechts-Beinkraftverteilung angezeigt werden. Der Edge verbindet sich sogar mit der DI2-Schaltung von Shimano vor, womit der gefahrene Gang angezeigt werden kann.

Der Garmin Edge 1000 ist nicht mit dem Vorgänger-Modell Edge 800/810 zu vergleichen, denn es ist von Grund neu konzipiert. Er stellt Apps für LiveTracking, Alarme für eingehende Anrufe und SMS und weiteren Online-Funktionen vor. Der Empfang von Wetterdaten war bereits vom Modell Edge 510 bekannt. Praktisch: Ein lästiges Anstecken von Kabeln entfällt, denn die Daten vom Gerät werden drahtlos auf den Rechner über Bluetooth oder WLAN übermittelt.

 

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