Rennbericht Triathlon Ingolstadt 2018 - Tom Stark

(c) Ingo Kutsche

Triathlon Magazin: Triathlon Rennberichte

Da das bisherige Frühjahr schon so lange hochsommerlich war, konnte ich den ersten Triathlon der Saison kaum erwarten. Passend zum Formcheck für den Ironman Frankfurt war ich um so mehr auf die Mitteldistanz in Ingolstadt gespannt, um die Wettkampflaune, das Material und die Form auszuloten.

Im Verein (Triathlon PSV München) spricht's sich schnell herum, wer wo startet und so konnte ich mich Bernhard anschließen, um die Zeit der Anreise standesgemäß mit Triathlon Talk zu verbringen und die Nervosität herunterzuspielen. Denn so glatt wie das im Nachhinein vielleicht ausgesehen hat, war's mal wieder nicht. Der Neo zum Beispiel kämpft mit einer Laufmasche, die auch nach Reparatur von Sailfish nicht gestoppt werden konnte. Das Rad wurde mit geliehen Felgen noch am Vorabend ausgestattet, der Helm, die Pads ..  

Raceready ist was anderes, dennoch bekam ich auf das Rennen richtig Bock! 

Kurz zur Wechselzone. Schnell Rad einchecken geht nicht, gleich einen Bekannten als Kampfrichter getroffen und über das Rennen unterhalten. Da Deutsche Meisterschaft ist, wird besonders "scharf" auf Windschatten geschaut, find ich gut! Und Wassertemperatur - mit einem Augenzwinkern 24,2 Grad .. Und dann noch der Top-Fotoshooter Ingo - ich weiss auch nach Jahren sein Geheimnis nicht, jeder Schnappschuss ein Treffer. 

Am Start mit Bernhard kurz ein paar Kohlenhydrate und Turbobooster mit Koffein geteilt, dann ging es gruppenweise in den Baggersee. Beim Schwimmen kaum Berührungen mit Athleten, gute Sicht und die Bojen schnell umschwommen, da war ich auch schon auf die „grauen Badekappen“ aufgeschwommen und lief wirklich gut. Kleiner Rekord, die erste Disziplin unter 30 Minuten: Bähm!!

Geiler Parkour in INgolstadt. Kurze Wege bringen mich gut nass aufs Rad, bei den sommerlichen Temperaturen aber voll easy. Der Druck auf dem Pedal war gut, nicht spitze aber gut für die wenigen Trainingskilometer. Also treten, ducken und Energie nachschieben. Die Gels tun ihren Dienst - Energie ist da und das Koffein hilft mir hellwach zu sein, bleibe konzentriert bei der Sache. Gegenseitiges Anspornen auf der Radstrecke gehört dazu und es macht Spaß, wenn man immer die gleichen überholt, gell Ingo?

Thema Verpflegung: Sollte man vorher mal testen, was als Iso Getränk auf der Radstrecke gereicht wird, so kam ich in den Genuß des neuen Isodrinks von UltraSports Beetster. Unerwartet wenig süss und im Abgang etwas gemüseorientiert, mag ich! Und Hammer: diese Mischung aus Taurin, Koffein usw..

Auf der 2. Runde gut zu sehen, dass das Feld hinter einem nicht schläft, dranbleiben ist die Devise. So geht es weiter, auf den Geraden über 42km/h ... Die Laune kommt auf Hochtouren.

Zum Laufen auf einem Rundenkurs weiß jeder wie das ist - diese werden sich zurechtgelegt. Die erste Runde dient zum ausloten der Landmarks, die 2. Runde eher dosiert angehen. Was 2 mal geht, geht auch 3 mal usw.. Mein Tempo: in der 2. Runde fühlt sich das Tempo noch mit Luft nach oben an. Irgendwie hatte ich von den Klebegels auch genug, jetzt reicht Wasser und das leckere rote Beete Isogetränk .

Ab der Laufrunde 3 war es voll, als alle Mitteldistanzler und schon die ersten von der Olympischen Distanz die Wege säumten, Stimmung wurde immer heller und mein Tempo stieg. Kurzer Moment der Aufmerksamkeit, Sieger läuft vor mir ins Ziel, Hammer Typ! Ich habe ja nur noch eine Runde ... 

Jetzt bin ich im Racemodus, nur noch wichtigste Wasserquellen zur Kühlung anzapfen und durchlaufen... Geil, jetzt darf auch ich abbiegen in Zielkanal.. Übe noch kurz vorher meinen Superman, dann freue ich mich auf die Medaille.. Und Ingo, best Shot des Tages.. Danke!!!

Mit 4:19:47 h auf dem Platz 7 auf der Deutschen Meisterschaft, bin ich hochzufrieden!!

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