Ironman Serie

Ironman 70.3 Rapperwill Ergebnisse 2018 - Sieg für Ryf und Amberger

(c) getty images / IRONMAN

Sieg für Ryf in Rapperswill die 5.

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Daniela Ryf und Josh Amberger gewinnen die 12. Auflage des IRONMAN 70.3 Switzerland in Rapperswil-Jona. Für Ryf ist dies bereits der fünfte Triumph in Folge, der Australier Josh Amberger feiert seinen ersten Sieg in Rapperswil und damit einer der grössten Erfolge in seiner Karriere.

Im Profifeld der Damen schwammen mit Daniela Ryf und Imogen Simmonds zwei Schweizerinnen vorne weg. Die ersten Verfolgerinnen Fabia Maramotti (ITA) und Rahel Schnetzler (SUI) kamen bereits mit einem Rückstand von über zwei Minuten aus dem Wasser. Weitere 30 Sekunden später folgte die erste grosse Verfolgergruppe mit Nina Derron (SUI), Kerry Morris (AUS), Skye Moench (USA), Cathy Yndestad (CAN) sowie der letztjährigen Dritten Regula Rohrbach (SUI).
In der Wechselzone holte Ryf 10 Sekunden auf Simmonds heraus und drückte dann auf dem Rad voll aufs Tempo, womit sie nach der ersten Rad-Runde bereits einen Vorsprung von vier Minuten aufweisen konnte. Immogen Simmonds meinte nach dem Rennen dazu: „Ich war schon beinahe schockiert, als ich mit Daniela zusammen aus dem Wasser kam. Danach wusste ich, dass ich mein eigenes Rennen durchziehen muss.“ In der Zwischenzeit zog die nach dem Schwimmen noch auf dem siebten Rang liegende Skye Moench mit einer aussergewöhnlichen Performance auf der Radstrecke an allen vorbei und fuhr bis zur Hälfte der Radstrecke bereits einen Vorsprung von einer Minute auf Regula Rohrbach raus, welche wiederum vor Nina Derron klassiert war.
Nach einer weiteren unglaublichen Radrunde von Ryf verdoppelte sie ihren Vorsprung und ging 08:55 Minuten vor Simmonds auf die Laufstrecke. Auf letztere folgte Skye Moench (+13:52), welche die Laufstrecke klar vor Regula Rohrbach (+20:11) in Angriff nahm. Das führende Trio verwaltete seine Leaderpositionen durch die Altstadt von Rapperswil und die „Stairway to Heaven“ hinauf souverän, womit Daniela Ryf mit einem rekordverdächtigen Vorsprung von 15:07 das Ziel als strahlende Siegerin erreichte. Einmal an der Spitze, liess die routinierte Solothurnerin also nichts mehr anbrennen und konnte in der Folge ihren fünften Sieg in Serie nach Hause laufen - die Zuschauermenge im Ziel dankte es ihr mit tosendem Applaus. Die starke Schweizerin Imogen Simmonds erreichte den zweiten Rang und sicherte der Schweiz somit den Doppelsieg, Skye Moench (+18:12) komplettierte das Podium.

Ironman 70.3 Rapperwill Ergebnisse 2018
Rang Athlet Nation Schwimmen Rad Laufen Gesamt
1 Ryf, Daniela CHE 00:24:30 02:13:02 01:19:55 04:00:53
2 Simmonds, Imogen CHE 00:24:33 02:21:43 01:25:58 04:16:00
3 Moench, Skye USA 00:27:22 02:23:49 01:24:03 04:19:05
4 Hengartner, Corina CHE 00:30:30 02:28:43 01:27:03 04:30:04
5 Tajsich, Sonja DEU 00:30:33 02:33:23 01:27:58 04:36:27
6 Rohrbach, Regula CHE 00:27:25 02:29:06 01:35:43 04:36:52
7 Schultheiss, Karen CHE 00:35:45 02:28:58 01:28:44 04:37:21
8 Schink, Lina-Kristin DEU 00:33:16 02:30:53 01:29:41 04:38:03
9 Derron, Nina CHE 00:27:18 02:31:40 01:37:26 04:39:52
10 Stadelmann, Sabrina CHE 00:30:14 02:40:36 01:31:33 04:46:19

Der Wettkampf der Männer gestaltete sich auch in diesem Jahr wieder bis zum Schluss sehr spannend und die Athleten schenkten sich nichts. Josh Amberger hielt sich an seine angekündigte Taktik, ging mit Vollgas in das Rennen und kam als Erster aus dem Wasser, dicht gefolgt von Manuel Küng, welcher standesgemäss einen guten Start hinlegte. Martin Bader (AUT) komplettierte dieses illustre Trio. Mit etwa einer Minute Rückstand erreichte eine grosse Gruppe um Clinton Gravett (RSA), Mark Bowstead (NZL), Ruedi Wild, Etienne Diemunsch (FRA) und weiteren Profis die Wechselzone.
Zu Beginn der Radstrecke schalteten vor allem Etienne Diemunsch und Ruedi Wild einen Gang höher und verkürzten den Rückstand auf Martin Bader auf rund 30 Sekunden. Bader musste jedoch die entfesselten Josh Amberger und Manuel Küng ziehen lassen – die beiden hatten nach 20km einen Vorsprung von knapp zwei Minuten rausgeholt, nachdem das Trio beim Schwimmausstieg noch gleichauf war. Die bestens aufgelegten Amberger und Küng lieferten sich ein Auf und Ab und boten den Zuschauern auf der Radstrecke ein regelrechtes Spektakel. Nach rund der Hälfte der Radstrecke konnte Ruedi Wild bei seinem Heimrennen zwischenzeitlich den dritten Platz erobern, Bowstead und Diemunsch lagen ihm jedoch weiterhin im Nacken. Derweil arbeitete sich Mitfavorit Boris Stein still und leise nach vorne und machte Position um Position gut.
Nach Kilometer 52 auf der Radstrecke zog Amberger das Tempo nochmals an und kam 29 Sekunden vor Küng als erster Mann vom Rad. Zum Erstaunen aller kam als Dritter bereits der entfesselte Boris Stein angefahren (+01:44). Der mehrfache IRONMAN Sieger lag nach 52km noch auf dem achten Platz und fuhr auf der zweiten Runde zwei Minuten schneller als alle anderen. Ruedi Wild konnte das hohe Tempo nicht mitgehen und ging als Vierter auf seine Paradedisziplin, das Laufen. Zu diesem Zeitpunkt konnte IRONMAN Zurich Switzerland Rekordchampion Ronnie Schildknecht bereits nicht mehr um die Podestplätze mitmischen, aufgrund einer Panne auf der Radstrecke musste er das Rennen früh aufgeben.

Ironman 70.3 Rapperwill Ergebnisse 2018
Rang Athlet Nation Schwimmen Rad Laufen Gesamt
1 Amberger, Josh AUS 00:22:29 02:06:35 01:17:07 03:49:45
2 Kueng, Manuel CHE 00:22:31 02:06:52 01:17:58 03:50:57
3 Stein, Boris DEU 00:25:36 02:05:14 01:17:08 03:51:30
4 Wild, Ruedi CHE 00:23:39 02:09:07 01:20:49 03:57:17
5 Diemunsch, Etienne FRA 00:23:42 02:11:17 01:20:33 03:58:59
6 Ciavattella, Jonathan ITA 00:23:39 02:11:41 01:20:40 03:59:41
7 Bader, Martin AUT 00:22:32 02:12:51 01:22:39 04:01:19
8 Bowstead, Mark NZL 00:23:36 02:12:00 01:24:39 04:03:40
9 Bill, David CHE 00:27:04 02:16:27 01:16:55 04:03:48
10 Besse, Daniel CHE 00:23:43 02:17:34 01:21:01 04:05:51

Bilder vom Rennen

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Triathlon News vom: 11. Jun 2018
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