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Ironman Frankfurt Ergebnisse 2019 - Frodeno vor Kienle, Löschke, Lange mit Slot für Kona

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(c) Ingo Kutsche

Ironman Frankfurt 2019 - Frodeno gewinnt die Hitzeschlacht

(c) Ingo Kutsche

Die prognostizierte Hitzeschlacht in Frankfurt, welche bereits am frühen Morgen mit über 20 Grad Celsius am Schwimmstart begann. Frodeno beim Schwimmen ohne Anzug, bei einer Wassertemperatur von 25,5 Grad Celsius am Morgen, lag er mit 50:11 Minuten in Führung, mit fast gleicher Schwimmzeit Dylan McNeice. Dahinter von den Favoriten lag Patrick Lange mit 1:54 Minuten Abstand und Sebastian Kienle, welcher seine beste Schwimmzeit bisher abrufen konnte. Kleiner Schock für Kienle, beim Ausstieg hat er sich einen Fremdkörper in die Ferse getreten, welcher später im Rennen ambulant von den Rennärzten versorgt wurde.

Auf der Radstrecke war Frodeno der Gejagte, dahinter Kienle und Lange nicht die einzigen Jäger. Frodeno bewies spektakulär seine Fahrfähigkeiten auf dem Rad, als er nach einem Schlenker und verpasster Kurve kurzfristig durch die Botanik radelte. 

Für Patrick Lange erlosch mit einer Radpanne schon früh die Chance auf den Sieg, er hatte rund 30 Minuten Rückstand vor der T2. Für ihn als amtierender IRONMAN-Weltmeister war jedoch dann nur das Finish wichtig, damit er die Quali für den Titelkampf in Kailua-Kona auf Hawaii lösen konnte.

Auf der Laufstrecke sah es lange nach einem knappen Duell aus. Frodeno gab das Tempo vor, Kienle schloss auf und war bei Kilometer 13 auf gleicher Höhe. Frodeno in besserer Position hielt dagegen und konnte sich erneut absetzen. Am Ende waren es knapp vier Minuten, die die beiden Deutschen voneinander trennte. Frodeno erreichte das Ziel in 7:56:02 h, Kienle in 8:00:01 h und Franz Loeschke komplettierte das Podium mit 8:17:24 h. Weltmeister Patrick mit dem 11. Rang und nach 8:47:29 h im Ziel am Römer.

Ironman Frankfurt Ergebnisse 2019 - Profi Herren

Ironman Frankfurt Ergebnisse 2019
Rang Athlet Nation Schwimmen Rad Laufen Gesamt
1 Frodeno, Jan DEU 00:47:12 04:20:14 02:43:57 07:56:02
2 Kienle, Sebastian DEU 00:49:22 04:17:36 02:47:27 08:00:01
3 Loeschke, Franz DEU 00:49:06 04:35:19 02:48:15 08:17:24
4 Drachler, Tobias DEU 00:49:10 04:35:13 02:54:53 08:23:57
5 Koutny, Philipp CHE 00:49:12 04:28:20 03:02:41 08:24:56
6 Russell, Matt USA 00:54:28 04:30:07 02:56:45 08:26:32
7 Dirksmeier, Patrick DEU 00:49:08 04:39:05 02:56:22 08:29:21
8 Diederen, Bas NLD 00:49:11 04:34:57 03:05:39 08:34:59
9 Deisenhofer, Roman DEU 00:53:17 04:34:21 03:10:26 08:43:22
10 Duelsen, Marc DEU 00:54:21 04:33:18 03:11:41 08:44:43
11 Lange, Patrick DEU 00:49:06 04:48:14 03:02:59 08:47:49
12 Proctor, Sam GBR 00:49:16 04:47:18 03:12:00 08:54:10
13 Dicke, Benjamin DEU 01:01:45 04:44:54 03:09:04 09:01:30
14 Vistica, Andrej HRV 00:59:41 04:47:18 03:10:03 09:02:23
15 Mcneice, Dylan NZL 00:47:12 04:36:51 03:34:10 09:03:13

Das Rennen der Damen

Die Top Favoriten im Vorfeld fehlten beim Rennen in Frankfurt: Anne Haug und Angela Naeth wegen Verletzungen nicht am Start. Daniela Bleymehl bereits qualifiziert. Anja Ippach nach dem Rennen beim IRONMAN Cork nicht wieder fit. Was ging da also im Profi-Rennen der Damen? Viel!

Vorjahres-Zweiten Sarah True stand als Olympionikin mit Frankfurt-Erfahrung am Start. Mit einer starken Spitzengruppe, zu der auch Amelia Watkinson aus Neuseeland und Imogen Simmonds aus der Schweiz gehörte, ging es aus dem Wasser. Auf dem Rad konnte Watkinson das hohe Tempo der Amerikanerin nicht halten, dazu kam noch, dass “hausinterne” amerikanische Konkurrenz aufschloss: Skye Moench machte sich bemerkbar und zog immer weiter nach vorne. Simmonds, die vor wenigen Wochen auch den IRONMAN 70.3 Luxembourg-Région Moselle gewonnen hatte, zeigte sich auf ihrer ersten Langdistanz extrem angriffsfreudig. Temperaturen, welche Temperaturen?

Moench, Simmonds und True kamen praktisch als Grüppchen in die Wechselzone. Das Trio schien sich gegenseitig immer weiter zu pushen. Erst zur Halbmarathon-Distanz konnte sich True ein wenig absetzen, hinter ihr folgte Moench und Simmonds mit wenigen Minuten Abstand. 

True schien ihrem sicheren Sieg entgegenzulaufen, doch die letzten zwei Kilometer warfen den Rennverlauf komplett über den Haufen. Die Aquathlon-Weltmeisterin von 2007 taumelte plötzlich über die Strecke. Wenige Minuten später ging dann nichts mehr. Praktisch in Rufweite von der Finish Line musste die US-Amerikanerin aus dem Rennen genommen werden. Die völlig überraschte Skye Mönch zog vorbei und durfte sich als neue Europameisterin auf dem Römer feiern lassen, 9:15:31 zeigte die Uhr. Imogen Simmonds wurde in 9:26:01 Zweite, Jen Annett in 9:36:25 Dritte.

Ironman Frankfurt Ergebnisse 2019 - Profi Damen

Ironman Frankfurt Ergebnisse 2019
Rang Athlet Nation Schwimmen Rad Laufen Gesamt
1 Moench, Skye USA 00:57:32 04:58:39 03:14:01 09:15:31
2 Simmonds, Imogen CHE 00:52:42 05:03:30 03:24:38 09:26:01
3 Annett, Jen CAN 00:59:26 05:12:28 03:19:07 09:36:25
4 Watkinson, Amelia NZL 00:52:41 05:14:49 03:36:11 09:49:32
5 Castro, Saleta ESP 00:57:58 05:26:31 03:39:12 10:10:01

 

Bilder vom Rennen

Triathlon News vom: 30. Jun 2019
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